Computer für Videoschnitt und Color Grading
DaVinci Resolve, Premiere Pro und After Effects belasten den Computer unterschiedlich: Farbkorrektur und Effekte nutzen die Grafikkarte, die flüssige Wiedergabe von Kameramaterial hängt von der Hardware-Decodierung ab, After-Effects-Kompositionen vom Arbeitsspeicher. Wir stimmen die Konfiguration auf Ihre Formate ab.
Was die Leistung bestimmt
Hardware-Decodierung des Materials
Die flüssige Wiedergabe von H.264- und HEVC-Material, besonders in 10 Bit 4:2:2 aus Kameras, hängt von der Hardware-Decodierung ab. Sie wird von Quick Sync in Intel-Core-Ultra-Prozessoren und von NVIDIA-Karten der RTX-50-Serie unterstützt. Bei RAW- und ProRes-Material zählen Grafikleistung und SSD-Geschwindigkeit mehr.
Grafikkarte in DaVinci Resolve
Resolve führt Farbkorrektur, Rauschreduzierung und Effekte auf der Grafikkarte aus. Für 4K-Material genügt eine RTX 5070 Ti mit 16 GB, bei 6K und 8K, Rauschreduzierung und KI-Funktionen macht eine RTX 5080 oder RTX 5090 einen echten Unterschied.
Arbeitsspeicher und After Effects
After Effects hält Vorschauen im Arbeitsspeicher und rendert mehrere Frames parallel, daher empfehlen wir bei komplexen Kompositionen 64-128 GB. Für den reinen Schnitt in Premiere Pro oder Resolve reichen meist 32-64 GB.
Laufwerke für Material und Cache
Am besten bewähren sich getrennte NVMe-SSDs: eine Systemplatte für Programme, eine Arbeitsplatte für das aktuelle Projekt und den Cache sowie eine größere für das Quellmaterial. Z890-Mainboards mit Thunderbolt erleichtern den Anschluss schneller externer Laufwerke und Speichersysteme.
Empfohlene Konfigurationen
Studio Intel eignet sich für den Schnitt von 4K-Material. Pro Intel mit Thunderbolt empfehlen wir für 6K- und 8K-Material, Ultra Intel mit RTX 5090 für Color Grading, Rauschreduzierung und KI-Funktionen.
Alle Konfigurationen →Intel oder AMD für Videoschnitt?
Bei H.264- und HEVC-Kameramaterial hat Intel dank Quick Sync einen Vorteil, das auch 10 Bit 4:2:2 per Hardware decodiert. Bei RAW- und ProRes-Material sind die Unterschiede kleiner, die Leistung hängt dann vor allem von der Grafikkarte ab.
Wie viel RAM für After Effects?
Für einfache Kompositionen reichen 32 GB, bei 4K-Arbeit, vielen Ebenen und parallelem Rendern mehrerer Frames empfehlen wir 64-128 GB.
Welche Grafikkarte für DaVinci Resolve?
Für Schnitt und Farbkorrektur von 4K-Material genügt eine RTX 5070 Ti mit 16 GB VRAM. Bei 6K und 8K, intensiver Rauschreduzierung und KI-Funktionen empfehlen wir eine RTX 5080 oder RTX 5090 mit 32 GB.